Säuglingspflege von Grund auf erklärt: Wir bieten einen Leitfaden für die Pflege Ihres Säuglings!

Baby-plus-Familie.de ist Ihre ganz persönliche Elternschule in Sachen Säuglingspflege: Erfahren Sie alles rund um die richtige Pflege Ihres Säuglings und auf was im Rahmen der allgemeinen Säuglingspflege geachtet werden sollte!

Säuglingspflege von Grund auf erklärt: Wir bieten einen Leitfaden für die Pflege Ihres Säuglings!

Die ersten Wochen nach der Geburt sind für frisch gebackene Eltern sicherlich besonders aufregend. Endlich wird das hübsch dekorierte Kinderzimmer bezogen und das neue Leben zu dritt kann nun so richtig losgehen. Säuglinge verbringen in den ersten Lebenswochen die meiste Zeit damit, zu schlafen, zu essen und zu verdauen. Eltern sollten ihrem Nachwuchs daher gerade in diesen Bereichen alles recht machen, damit sich das Baby auch rundum wohlfühlen kann.

Zu Beginn ist die Säuglingspflege sicherlich noch eine Herausforderung, doch wenn erstmal der Alltag eingekehrt ist, Eltern gewisse Handgriffe beherrschen und sie auf die individuellen Bedürfnisse des Babys eingehen, ist auch dies eine leichte Aufgabe, die mit der Zeit zur Routine wird.

Babypflege bzw. Säuglingspflege: Säuglinge brauchen besondere Pflege!

Neugeborene sind sehr empfindlich und müssen stets gut behütet werden. Sie können ihre eigene Körpertemperatur nicht regulieren, haben eine sehr sensible Haut und ein noch nicht ausgereiftes Immunsystem, was sie natürlich sehr anfällig für Infektionen macht. Bei der allgemeinen Säuglingspflege, wie dem Baden oder Wickeln, müssen solche Faktoren daher unbedingt beachtet und entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. So darf es niemals zu kalt oder heiß im Zimmer sein, keine Produkte mit chemischen Inhaltstoffen verwendet und das Baby bzw. der Säugling auch immer trocken gehalten werden, damit es gesund bleibt. Eltern sollten sich genügend Zeit für die Pflege ihres Sprösslings nehmen, nicht gehetzt oder gereizt dem Nachwuchs die Windeln wechseln oder ein Bad geben. Kinder spüren es, wenn ihre Eltern unter Stress stehen und fühlen sich dann selbst nicht wohl.

Auch wenn Babys besondere Pflege brauchen, so ist es nicht nötig, etliche teure Produkte aus den Regalen im Discounter zu erwerben, die sie täglich anwenden. Wenig ist mehr und auch gesünder für den Säugling. Die Haut trocknet sehr leicht aus und sollte daher nicht mehrmals täglich mit gut riechenden Seifen gereinigt und Lotionen eingecremt werden, denn das verhindert zusätzlich den natürlichen Aufbau des Schutzmantels der Haut.

Zur allgemeinen Säuglingspflege gehört das Windeln wechseln natürlich ganz weit nach oben in der Rangliste. Rund sieben bis acht Windeln benötigen Neugeborene täglich, wobei es auch immer auf das Essverhalten des Kindes ankommt. Auch das Baden, Pudern, Kämmen und Nägel schneiden gehört zur Pflege des Säuglings, was jedoch nicht täglich stattfindet.

Welche Babyprodukte sollten Eltern bei der Babypflege immer parat haben?

Ganz wichtig ist das Wickeln des Kindes, denn es isst und verdaut viel. Windeln sollten immer und überall griffbereit sein – ob daheim, auf Reisen, bei der Oma oder unterwegs.

Natürlich sind auch Babypflegeprodukte unheimlich wichtig, denn zunächst muss das Baby ja von seiner alten Last befreit werden. Feuchttücher gibt es mittlerweile in praktischen Spenderdosen, die mal schnell in die Wickeltasche verstaut werden können. Sie dienen der Reinigung und dem Wundschutz im Windelbereich und sind meist frei von Parfümen und chemischen Inhaltsstoffen, die die sensible Babyhaut reizen könnten. Viele Eltern bevorzugen Öltücher, da diese die Haut nicht so schnell austrocknen lassen und sehr hautverträglich sind.

Babycremes gibt es heute im Überfluss und werden von fürsorglichen Eltern gerne verwendet. Vor allem zinkhaltige Cremes sind besonders zu empfehlen, denn sie beugen Entzündungen und Rötungen vor und ziehen schnell ein. In den Wintermonaten sollte das kleine Gesicht immer gut eingecremt werden; im Sommer kann auf spezielle Cremes mit Sonnenschutzfaktor zurückgegriffen werden.

Es gibt zwar etliche Shampoos und Duschbäder für Babys im Angebot, dennoch ziehen es viele Eltern vor, ihren Nachwuchs nur mit warmem Wasser und dem Lappen zu reinigen. Zu schnell gelangt Schaum in die empfindlichen Augen oder ein Stück Seife in den Mund. Wer auf Seife aber nicht verzichten möchte, der sollte auf spezielle Babyseife mit guten Testnoten zurückgreifen.

Puder wird heutzutage nicht mehr sehr häufig angewendet, da es schnell klumpt und unter der Windel ungemütlich wird. Außerdem gelangt es ziemlich schnell in die Augen und reizt die Atemwege des Babys. Puder ist dennoch sehr effektiv gegen Reizungen und Wundreiben der Haut. Eltern sollten es in Maßen anwenden und unbedingt darauf achten, dass es nicht in Reichweite eines Säuglings gestäubt wird.

Wie stelle ich mich bei der Säuglingspflege richtig an? Wichtige Aspekte einfach erklärt!

Das Waschen des Nachwuchses ist für viele Eltern wohl erstmal das größte Problem. Man hat Angst, zu fest zuzupacken, weiß nicht genau, ob die Wassertemperatur geeignet ist und ist verunsichert, wenn der Säugling erst einmal keinen Gefallen an dem warmen Bad findet. Mit der Zeit wird man jedoch sicherer und auch das Baby wird irgendwann die Badezeit genießen.

Es ist wichtig, dem Säugling vor dem Baden noch einmal den Popo gründlich zu reinigen, damit keine Schmutzreste mit in das Wasser gelangen – auf keinen Fall das Baby mit einem Ruck in die Badewanne legen, sondern es langsam, Schritt für Schritt, an das warme Wasser gewöhnen. Das Babythermometer sollte 36 Grad anzeigen. Mit dem linken Arm (Linkshänder nehmen entsprechend den rechten) sollte das Kind sicher umfasst werden, sodass Kopf und Nacken gut gestützt sind und der Wonneproppen nicht aus dem Griff herausrutschen kann. Mit der anderen Hand wird das Baby nun langsam gereinigt. Shampoos und Seifen sind vor allem in den ersten Lebensmonaten noch nicht wirklich wichtig und müssen nicht zum Einsatz kommen. Fünf Minuten sind für die ersten Bäder von Neugeborenen völlig ausreichend und wohltuend – anschließend schnell abtrocknen, eine neue Windel anlegen und vielleicht etwas kuscheln.

Ans Wickeln wird man sich als frisch gebackene Eltern wohl am schnellsten gewöhnen, denn das muss mehrmals täglich geschehen. Wichtig ist, dass der Raum, in dem das Kind gewickelt wird, nicht zu kalt ist und auch kein starker Wind hindurchpfeift. Sämtliche Utensilien sollten so stehen, dass man sie griffbereit hat und nicht erst danach suchen muss. Eine gründliche Säuberung des Windelbereiches mit Feucht- oder Öltüchern oder auch lauwarmen Wasser ist sehr wichtig, damit keine Entzündungen entstehen. Dabei sollten Sie unbedingt auf die versteckten Hautfalten achten, die gerade bei Babys sehr ausgeprägt sind. Mädchen sollten immer von vorn nach hinten gewaschen werden, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen können. Bei kleinen Jungen ist darauf zu achten, dass die Vorhaut nicht zurückgezogen wird, denn das könnte zu Entzündungen führen. Wenn der Nachwuchs unten herum schön sauber und trocken ist, können Eltern ihn ruhig ein paar Minuten vergnügt zappeln lassen. Kinder lieben das Nacktsein und strampeln meist quietsch-vergnügt, wenn sie mal keine Windel umhaben. Schnell noch eine Wundschutzcreme aufgetragen und die neue Windel umgelegt – schon fühlt sich das Baby wieder pudelwohl!

Viele Babys haben in den ersten Lebensmonaten gar keinen Haarwuchs, weshalb viele Eltern auf das Kämmen natürlich verzichten. Was Viele nicht wissen, ist, dass das Kämmen auch dem Milchschorf vorbeugt, welcher sich bei Säuglingen zeigt. Daher ist das gelegentliche Kämmen des Kopfes mit einer speziellen sanften Babybürste sicherlich zu empfehlen und auch für das Baby mitunter eine schöne Massage. Der Kopf ist das empfindlichste Körperteil des Kindes und noch sehr weich, weshalb man ganz behutsam durch das Haar streichen sollte.

Finger- und Zehennägel schneiden gehört bestimmt nicht unbedingt zur Lieblingsaufgabe vieler Eltern. Es ist nicht immer so einfach, die kleinen Hände und Füße zu greifen und das Baby ruhig zu halten. Ungefähr ab der sechsten Woche kann mit dem Nägel schneiden begonnen werden, denn vorher wachsen die Nägel noch nicht wirklich und sind zudem auch sehr weich. Am besten geeignet ist eine spezielle Nagelschere für Babys, die abgerundet ist und die kleinen Finger- und Fußnägel schnell abknipsen kann. Nach dem Baden ist es besonders zu empfehlen, denn da sind die Nägel sehr weich und lassen sich einfacher schneiden. Wenn der Nachwuchs so überhaupt kein Freund dieser Prozedur ist, so kann einfach gewartet werden, bis er schläft. Die Fußnägel keinesfalls zu weit schneiden, denn sie könnten sonst nach innen wachsen; bei den kleinen Händen darauf achten, dass keine Ecken zurückbleiben, an denen sich das Baby eventuell kratzen könnte.

 
 

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