Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltsrecht und Besuchsrecht - Wissenswerte rechtliche Bestimmungen im Detail!

Wenn sich Mutter und Vater nicht mehr verstehen, dann kommen in den meisten Fällen rechtliche Belange zum Tragen. Baby-plus-Familie.de informiert Sie in Sachen Familienrecht umfassend über detaillierte rechtliche Bestimmungen von Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltsrecht und Besuchsrecht.

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltsrecht und Besuchsrecht - Wissenswerte rechtliche Bestimmungen im Detail!

In den meisten Fällen entscheiden sich Paare dazu, ein Kind zu bekommen, weil sie sich lieben und eine gemeinsame Zukunft als Familie planen. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass sich einst glückliche Paare auseinanderleben und einfach nicht mehr miteinander ihr Leben verbringen möchten. Für Kinder ist eine Trennung der Eltern eine sehr belastende Sache, denn sie lieben sowohl Mama als auch Papa und können sich mit der neuen Situation nur schwer arrangieren. Ihnen wird praktisch ein Elternteil entzogen, welchen sie nun nur noch an geregelten Tagen sehen können. Trennen sich Eltern gütlich und können sich noch gemeinsam an einen Tisch setzen, um Besuchszeiten zu klären, so fällt es dem Nachwuchs nicht allzu schwer, mit der Situation zurechtzukommen. Sind Mutter und Vater jedoch völlig zerstritten, streiten über Sorgerecht und Besuchsrecht per Familiengericht und Jugendamt, so sind vor allem die Kleinen stark betroffen und leiden vermehrt unter den Bedingungen. Wir von Baby-plus-Familie.de geben diesbezüglich einen Einblick in rechtliche Bestimmungen von Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltsrecht und Besuchsrecht im Detail.

Sorgerecht – Sorgerechtsbestimmungen unter der Lupe

Verheiratete Paare, die ein gemeinsames Kind haben, sind zu gleichen Teilen sorgeberechtigt und können gemeinsame Entscheidungen treffen, die den Nachwuchs betreffen. Sind die Eltern nicht verheiratet, so trägt zunächst die Mutter das alleinige Sorgerecht für ihr Kind. Ist sie damit einverstanden, dass der Vater des Kindes 50 Prozent des Sorgerechtes erhält, so hat sie die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Partner eine Vaterschaftsanerkennung zu unterschreiben, der dem Vater dann die Hälfte des Sorgerechtes einräumt. Diese Vaterschaftsanerkennung kann bereits während der Schwangerschaft beim zuständigen Amt erfolgen. 

Kommt es zu einer Scheidung bzw. Trennung, so haben beide Elternteile weiterhin das Sorgerecht, jedoch wird der Nachwuchs dann hauptsächlich bei einem Elternteil leben und den anderen nur an bestimmten Tagen sehen.

Ein alleiniges Sorgerecht kann von beiden Elternteilen beantragt werden, wird vom Familiengericht jedoch nur gewährt, wenn ein triftiger Grund dafür vorliegt (zum Beispiel Obdachlosigkeit, Alkoholismus, psychische Krankheit eines Elternteils). Das Familiengericht prüft dann zunächst die Lebensbedingungen von Vater und Mutter, bezieht das Jugendamt in Entscheidungen ein und setzt das Wohlbefinden des Kindes an oberste Stelle.

Umgangsrecht und Besuchsrecht im direkten Vergleich

Das Umgangsrecht under der Lupe: Sobald ein Kind geboren wird, sind Eltern des Umgangs mit ihm berechtigt und sogar verpflichtet. Kinder brauchen ihre Eltern, müssen erzogen, umsorgt und auch finanziell versorgt werden. Beide Elternteile (Voraussetzung ist hier wieder eine Ehe bzw. Vaterschaftsanerkennung) sind für den Nachwuchs verantwortlich und müssen ihm ein gutes Zuhause bieten. Kommt es nun zu einer räumlichen Trennung des Paares, so hat der Elternteil, der die gemeinsame Wohnung verlassen hat, weiterhin das Recht und die Pflicht auf Umgang mit seinem Kind. Ihm darf der Umgang ohne gerichtlichen Beschluss keinesfalls verwährt und kann sogar angefordert werden.

Ähnlich ist es mit dem Besuchsrecht: Der vom Kind getrennt lebende Elternteil darf sein Kind in jedem Fall besuchen, es für eine bestimmte Anzahl an Tagen im Monat zu sich nehmen und ohne den anderen Elternteil gemeinsam Zeit mit ihm verbringen. In den meisten Fällen können sich die Eltern auf bestimmte Tage einigen, sodass der Nachwuchs weiß, wann ihm Zeit mit dem anderen Elternteil zusteht. Schaffen es Mutter und Vater nicht, sich gütlich zu einigen, so muss das Familiengericht einbezogen werden, welches Besuchszeiten und dazugehörige Bestimmungen gerichtlich festsetzt und bei Nichteinhaltung mit Strafen ahnden kann.

Unterhaltsrecht im Falle einer Trennung der Eltern

Mann und Frau trennen sich vielleicht als Paar, jedoch nie als Eltern, daher sind beide Elternteile für den Nachwuchs verantwortlich. Jedes Kind hat laut § 1602, Absatz 1 des BGB das Recht auf Unterhalt – egal, ob die Eltern nun getrennt leben oder nicht. Der Unterhalt für den Nachwuchs richtet sich nach dem Erwerbseinkommen seiner Eltern und eigenem Bedarf. Richtlinie für das Unterhaltsrecht bzw. für Unterhaltsbestimmungen ist in diesem Fall die sogenannte Düsseldorfer Tabelle, in der die Höhe des Kindesunterhalts festgelegt ist.

 
 

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