Kinderbetreuungsgeld, Karenzgeld und Wochengeld in Österreich. Wichtige Gelder und Beihilfen im Überblick!

Beihilfen und Zuschüsse vom Staat sind oftmals eine gute finanzielle Unterstützung für viele Eltern. Wir blicken nach Österreich, um zu sehen, wie es dort mit Beihilfen und Co. aussieht: Baby-plus-Familie.de informiert und berät genau genommen über Kinderbetreuungsgeld, Karenzgeld und Wochengeld. Erfahren Sie allerlei Wissenswertes über diese Gelder und wie bzw. wo man diese beantragen kann.

Kinderbetreuungsgeld, Karenzgeld und Wochengeld in Österreich. Wichtige Gelder und Beihilfen im Überblick!

Wie auch in Deutschland gibt es in vielen anderen europäischen Staaten staatliche Beihilfen für Familien mit Kindern. Kinder haben natürlich noch keine Erwerbseinkünfte, benötigen aber Platz, müssen ernährt, gepflegt und gekleidet werden. Die Eltern sind für ihren Sprössling verantwortlich und tragen dafür Sorge, dass es dem Nachwuchs an nichts fehlt und sein Wohlergehen gesichert ist. Finanzielle Hilfen vom Staat kommen da sehr gelegen, denn sie bieten eine Grundsicherung für Kinder – ganz egal, welcher Arbeit man vor der Geburt nachgegangen ist und wie hoch die erzielten Einkünfte waren. Die Höhe des Kinderbetreuungsgeldes variiert zwar und ist mitunter einkommensabhängig, was aber keinesfalls bedeutet, dass arbeitslose Eltern auf Beihilfen verzichten müssen. Wir von Baby-plus-Familie.de geben Ihnen einen Einblick in wichtige Gelder und Beihilfen in Österreich. Erfahren Sie Wissenswertes über das Kinderbetreuungsgeld und holen Sie sich nützliche Informationen rund um Karenzgeld, Wochengeld und vieles mehr!

Kinderbetreuungsgeld in verschiedenen Systemen und Varianten

Das Kinderbetreuungsgeld in Österreich ist vergleichbar mit dem Elterngeld in Deutschland und steht jeder Familie zu, die generell Anspruch auf Beihilfen und ihren Lebensmittelpunkt in Österreich hat. Voraussetzung ist natürlich, dass die Eltern auch mit ihrem Sprössling in einem gemeinsamen Haushalt leben. Das Kinderbetreuungsgeld bietet zwei unterschiedliche Systeme: Zum Einen gibt es die Pauschalleistung, welche unabhängig vom Erwerbseinkommen gezahlt wird und bis zu 60 Prozent der zuletzt erzielten Einkünfte betragen kann. Zum Anderen gibt es das erwerbsabhängige Kinderbetreuungsgeld, welches als Einkommensersatz während der Kinderbetreuung dient. Maximal 66 Euro täglich können an Familien ausgezahlt werden.

Erhalten Eltern das Kinderbetreuungsgeld als Pauschalleistung, so gibt es vier verschiedene Varianten der Auszahlung, welche vorab abgeklärt werden müssen. Nimmt ein Elternteil für 12 Monate Erziehungszeit, der andere Elternteil zusätzlich zwei, so erhalten sie 33 Euro täglich. Entscheidet sich die Mutter zum Beispiel dafür, 15 Monate die Kinderbetreuung zu übernehmen, der Vater dann nochmals drei, so bekommen sie 26,60 Euro Beihilfe am Tag. Es gibt weiterhin die Variante 20 plus vier, bei der Familien 20,80 Euro täglich auf das Konto bekommen, und die Option 30 plus sechs mit einer Summe von 14,53 Euro pro Tag. Das Geld wird monatlich auf das Konto des beantragenden Elternteils überwiesen.

Karenzgeld und Wochengeld in Österreich

Damit sich die frisch gebackene Mutter nach der Geburt ausschließlich um den Nachwuchs kümmern kann, erhält sie in den meisten Fällen ein sogenanntes Karenzgeld. Voraussetzung dafür ist, dass sie bis zu sechs Monate vor der Geburt einer Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Die schwangere Frau geht zirka acht Wochen vor der Entbindung in den Mutterschutz, weil sie nur noch eingeschränkt leistungsfähig ist und nun Ruhe benötigt. Die Zeit nach der Schutzfrist wird als Karenz bezeichnet, in der die Mutter jetzt voll und ganz für ihr Baby da sein muss.

Im Gegensatz zum Karenzgeld ist das Wochengeld eine finanzielle Unterstützung der Frau während der Zeit im Mutterschutz. Acht Wochen vor und nach der Geburt kann sie Beihilfen bekommen, wenn sie das Wochengeld rechtzeitig beim Krankenversicherungsträger beantragt. Die Höhe des Wochengeldes bezieht sich auf die Nettoeinkünfte, beträgt aber mindestens 8,22 Euro täglich. Dieser Fixbetrag kommt also auch Geringverdienern zugute.

 
 

Themen dieses Artikels



Interessante Bücher zu diesem Thema