Kinderkrankheit Scharlach: Symptome, Inkubationszeit, Ansteckung und Behandlung

Kinderkrankheit bzw. Infektionskrankheit Scharlach unter der Lupe: Baby-plus-Familie.de ist Ihr ganz persönlicher Ratgeber in Sachen Kinderkrankheiten bzw. Infektionskrankheiten und informiert Sie dahingehend umfassend rund um Symptome, Inkubationszeit, Ansteckung bzw. Ansteckungsgefahr und Behandlung von Scharlach!

Kinderkrankheit Scharlach: Symptome, Inkubationszeit, Ansteckung und Behandlung

Jedes Kind wird irgendwann einmal krank und braucht dann besonders viel Zuwendung und Fürsorge. Viele Infektionskrankheiten treten vorrangig im Kindergarten- oder Schulalter auf, denn der kleine Körper besitzt noch keine Antikörper gegen gewisse Krankheitserreger, die Erwachsene längst gebildet haben. Daher werden sie auch als Kinderkrankheiten bezeichnet, die in jungen Jahren einmalig durchgestanden werden müssen, um dann ein Leben lang dagegen immun zu sein. Der Scharlach ist eine dieser Kinderkrankheiten und kommt relativ häufig vor. Eltern können ihn anhand vieler Symptome schnell erkennen und behandeln lassen, sodass keine Spätfolgen auftreten.

Himbeerzunge und Hautausschlag: So erkenne ich die Kinderkrankheit Scharlach

Der Scharlach ist eine Infektionskrankheit, die durch Streptokokken verursacht wird. Das sind kleine Bakterien, die sich rasch verbreiten und auch schnell übertragen werden. Da es gleich mehrere verschiedene Arten von Streptokokken gibt, kann Scharlach sogar häufiger im Leben auftreten und man ist nach einer ersten Erkrankung keineswegs immun. Am häufigsten betroffen von dieser typischen Kinderkrankheit bzw. Infektionskrankheit sind Kinder im Vorschulalter. Allein durch Niesen oder Husten wird der Krankheitserreger weitergegeben, sodass eine Ansteckung vor allem in Kindergärten oder Schulen besonders hoch ist.

Charakteristisch für Scharlach ist der extreme Hautausschlag, der sich vermehrt in der Leistenregion, auf dem Brustkorb und den Wangen bemerkbar macht. Kinder leiden unter Kopf- und Halsschmerzen, fühlen sich schlapp und haben meist Fieber. Auch das Schlucken fällt sehr schwer, denn die Mandeln sind stark entzündet und die Rachenregion sehr empfindlich. Im Anfangsstadium einer Scharlach-Erkrankung ist die Zunge weiß-gelb belegt, nach einigen Tagen färbt sie sich scharlachrot. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Himbeerzunge.

Kinderkrankheit bzw. Infektionskrankheit Scharlach: Wenn mein Kind an Scharlach erkrankt…

Scharlach ist eine hoch ansteckende Kinderkrankheit bzw. Infektionskrankheit, die jeden treffen kann. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis vier Tage, wobei schnell mit adäquaten Medikamenten Abhilfe geschafft werden kann. Wird die Krankheit schnell diagnostiziert, so kann ihr effektiv mit Antibiotika entgegengewirkt werken, sodass bereits nach zwei Tagen keine Infektionsgefahr mehr besteht. Verzichtet man auf die Einnahme von Antibiotika, so ist man bis zu vier Wochen eine Gefahrenquelle für seine Mitmenschen und sollte jeglichen Kontakt vermeiden.

Kinder mögen es nicht, lange krank zu sein. Sie möchten spielen und mit ihren Freunden zusammen sein. Daher sollten Eltern beim ersten Verdacht auf Scharlach sofort einen Kinderarzt aufsuchen, der mittels eines Abstriches aus dem Rachenraum und Blutanalysen schnell feststellen kann, ob es sich bei der Krankheit wirklich um Scharlach handelt. In den meisten Fällen wird Penicillin verschrieben, welches die Kinder über einen Zeitraum von ungefähr zehn Tagen einnehmen müssen. Ansonsten gilt strenge Bettruhe und viel Zuwendung von Bezugspersonen. Begleitsymptome, wie Kopfschmerz, können mit gewöhnlichen kindgerechten Medikamenten behandelt werden.

Eltern selbst können ihren Kindern natürlich viel Gutes tun. Kühle Wadenwickel und warme Getränke sind bei Scharlach sehr hilfreich und helfen dabei, schneller zu genesen. Da das Schlucken sehr schwer fällt, sollte auf breiige Kost zurückgegriffen bzw. flüssige Mahlzeiten serviert werden. Kinder müssen sehr viel trinken, denn wenn sie krank sind, verliert der Körper viel Feuchtigkeit, was den Elektrolythaushalt durcheinander bringt. Eltern sollten daher immer darauf achten, dass ausreichend Wasser am Krankenbett steht. Gegen die trockene, teilweise schuppige, Haut helfen milde und kühlende Körpercremes. Meist dauert es noch mehrere Wochen, bis die Haut sich schält und abfällt.

 
 

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