Kinderkrankheiten allerlei: Häufige Kinderkrankheiten, deren Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Kinderkrankheiten bzw. Infektionskrankheiten unter der Lupe: Baby-plus-Familie.de ist Ihr ganz persönlicher Gesundheitsratgeber und informiert über häufige Kinderkrankheiten, deren Symptome, Infektion, Impfung, Behandlung, Inkubationszeit, Ansteckungsgefahr und vieles mehr!

Kinderkrankheiten allerlei: Häufige Kinderkrankheiten, deren Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Kinder sind besonders anfällig für Infektionskrankheiten, denn ihr Immunsystem ist noch nicht komplett gereift und im Laufe ihres bisherigen Lebens haben sie auch noch nicht genügend Antikörper gegen bestimmte Viren und Krankheiten bilden können. Zudem haben Kinder viel Kontakt mit Gleichaltrigen, sodass die Gefahr einer Ansteckung meist sehr hoch ist. Es gibt typische Kinderkrankheiten, die wohl jeder Mensch in jungen Jahren bereits durchgemacht hat und dagegen nun immun ist. Dazu zählen zum Beispiel Windpocken oder Masern. Gegen viele Krankheiten können Kinder schon sehr früh geimpft werden, in einigen Fällen muss eine Infektion jedoch mit anderen probaten Mitteln und viel Geduld auskuriert werden.

Kinderkrankheiten brechen aus: Wenn Kinder leiden…

Ganz egal, in welchem Alter die Kinder gerade sind – wenn sie sich elend fühlen und Schmerzen haben, dann werden Mama und Papa ganz besonders gebraucht. Im Alter zwischen zwei und 12 Jahren erkranken viele Kinder an Windpocken, Masern, Scharlach oder Mumps, müssen sicherlich einige schwere Wochen durchmachen und sind sogar nicht erfreut darüber, dass sie tagelang das Bett hüten müssen. Andererseits genießt der Nachwuchs auch die Nähe und Fürsorge der Mutter und fühlt sich schnell besser, wenn es Bezugspersonen in der Nähe gibt. Da die meisten Kinderkrankheiten ansteckend sind, darf der Sprössling für mehrere Tage oder Wochen keinesfalls in Kontakt mit anderen Kindern kommen, was oftmals zu einer leicht depressiven Stimmung bei jungen, kranken Kindern führt. Sie gehen gerne in die Schule oder den Kindergarten und fühlen sich daheim auf Dauer eher unwohl.

Wenn Kinder krank sind, sind sie oft wie ausgewechselt. Sie haben eine ernste Miene, sind blass und kriegen kaum einen Bissen hinunter. Meist wirken sie verträumt und sind sehr schläfrig, reden nicht viel und haben zu nichts Lust. Eltern sollten bei solchen Auffälligkeiten unbedingt mit dem Kind sprechen, ihm Glauben schenken, wenn es erzählt, dass es sich nicht wohl fühlt und gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen. Viele Krankheiten haben typische und vor allem sichtbare Symptome, die auch den Eltern nicht verborgen bleiben. Einige Kinderkrankheiten sind sogar meldepflichtig und deswegen ist der Besuch eines Kinderarztes unabdingbar, wenn der Verdacht von Windpocken, Masern oder ähnlichem besteht.

Masern, Windpocken, Scharlach, Mumps und Röteln: Häufige Kinderkrankheiten unter der Lupe!

Masern sind eine sehr häufige Kinderkrankheit von der wohl kein Kind verschont bleibt. Sie ist hoch ansteckend, tritt im Leben jedoch nur einmalig auf. Gegen Masern gibt es eine Impfung, die bereits im Kleinkindalter verabreicht werden kann. Werden Kinder nicht geimpft, so liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei über 90 Prozent. Zunächst zeigen sich bei einer Masernerkrankung klassische Erkältungssymptome, wie Schnupfen, Husten und Heiserkeit, kurz darauf folgen Fieber und roter Ausschlag. Charakteristisch sind auch die weißen Pünktchen auf der Mundschleimhaut, die eindeutig auf eine Infektion mit Masern hindeuten. Gegen diese Krankheit gibt es keine speziellen Medikamente, sondern es werden Bettruhe und Schonung verordnet. Begleitsymptome können mit gängigen Medikamenten behandelt werden.

Windpocken sind ebenfalls eine häufig anzutreffende Kinderkrankheit und ebenso ansteckend wie Masern. Kinder, die sich infizieren, bekommen erbsengroße roten Flecken auf dem ganzen Körper – bis hin zu wässrigen Blasen, die besonders stark jucken. Kinder mit Windpocken sind sehr gereizt und quengelig, denn der Hautausschlag macht ihnen meist sehr zu schaffen. In seltenen Fällen werden Windpocken auch von hohem Fieber begleitet, was in jedem Fall im Auge behalten werden muss. Gegen diese Infektionskrankheit gibt es eine Impfung – entweder eine Einzelimpfung oder eine Impfung in Kombination mit Masern-Mumps-Röteln. Auch hier helfen wiederum keine speziellen Medikamente, um die Krankheit zu beheben, sondern lediglich, um die Schmerzen für die kleinen Betroffenen erträglicher zu machen. Kalte Umschläge und juckreizstillende Salben werden von Ärzten meist verschrieben und haben sich bisher sehr gut bewährt. Bei sehr schweren Fällen von Windpocken mit gleichzeitigem hohem Fieber werden häufig Virustatika verabreicht, die die Verbreitung der Viren hemmen und es so schneller zur Heilung kommt.

Scharlach wird durch sogenannte Streptokokken-Bakterien übertragen und geht mit starken Halsschmerzen, Fieber und rötlichem Ausschlag in der Achsel- und Leistengegend einher. Die Zunge ist anfangs weiß belegt, anschließend färbt sie sich himbeerrot. Erkrankte Kinder wirken sehr müde, abgeschlagen und lethargisch. Sie sind sehr blass und klagen über Kopf- und Ohrenschmerzen. Die Mandeln der kleinen Patienten sind meist stark geschwollen und die Haut ist sehr trocken, fast schon schuppig. Da es gegen diese Krankheit keine Impfung gibt, verabreichen Ärzte bei besonders schlimmen Fällen Antibiotika, welche die Symptome schnell abklingen lassen. Die Gefahr, dass der Scharlach wiederkommt, ist jedoch groß und gerade Kinder, die mit Antibiotika behandelt wurden, erleiden häufig und binnen kurzer Zeit Rückfälle. Daher verzichten viele Eltern auf die Gabe von Antibiotika und versuchen gemeinsam mit ihrem Sprössling die vielen Wochen durchzustehen. Scharlach tritt übrigens vermehrt bei Kindern auf, die seelisch belastet sind oder auch wenn positiv aufregende Ereignisse bevorstehen. Der seelische Zustand des Kindes gerät dabei leicht aus dem Gleichgewicht, was das Auftreten einer Infektion begünstigt.

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, wogegen es jedoch eine Impfung gibt. Die Inkubationszeit beträgt 14 bis 24 Tage. Die Symptome sind in den meisten Fällen starke Schluckbeschwerden, leichtes Fieber und eine Schwellung der Kiefergegend – aufgrund der Schwellung der Speicheldrüse. Erkrankte Kinder verweigern das Essen, weil ihnen jeder Bissen Schmerzen bereitet, sie können den Kopf nur schwer bewegen und haben ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Handelt es sich um einen schweren Fall von Mumps, so können Nebenkrankheiten, wie Hirnhautentzündung, auftreten, was fatale gesundheitliche Spätfolgen mit sich bringen kann. Mumps ist nicht therapierbar, sondern der Kinderarzt kann höchstens Symptome und Schmerzen lindern. Warme Ölverbände und breiige Kost sollten täglich verabreicht werden.

Die Röteln treten vermehrt bei Schulkindern auf und ähneln hinsichtlich der Symptome anfangs einer Grippe. Kinder haben Schnupfen, Husten und Gliederschmerzen und fühlen sich allgemein unwohl. Meist wird die Krankheit von Fieberschüben begleitet, die jedoch nicht sehr gefährlich sind. Es zeigen sich zunächst kleine hellrote Flecken im Gesicht, die sich dann auf dem ganzen Körper ausbreiten. Gegen Röteln gibt es eine Kombischutzimpfung, die einmal zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat und dann später nochmals zwischen dem 10. und 14. Lebensjahr verabreicht wird. So lange keine Nebenerkrankungen, wie eine Mittelohrentzündung, auftreten, verordnet der behandelnde Kinderarzt strikte Bettruhe und fiebersenkende Mittel. In schlimmeren und akuten Fällen müssen Antibiotika zum Einsatz kommen.

 
 

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