Geburtsvorbereitung mit der Dammmassage: So beugen Sie Dammverletzungen bei der Geburt vor!

Die Dammmassage als wichtiger Teil im Rahmen der traditionellen Geburtsvorbereitung: Baby-plus-Familie.de informiert rund um die Nützlichkeit, positiven Aspekte und Vorgehensweise der Dammmassage. Erfahren Sie zusätzlich Wissenswertes hinsichtlich Dammrisse, Dammverletzungen und Co. bei der Geburt, welche mit der Dammmassage vermieden werden können.

Geburtsvorbereitung mit der Dammmassage: So beugen Sie Dammverletzungen bei der Geburt vor!

Eine Geburt ist wohl einer der schönsten Momente im Leben einer Frau, aber sicherlich auch einer der schmerzhaftesten. Ein ausgereiftes Baby ist durchschnittlich 52 Zentimeter groß und bahnt sich am Tag der Geburt mit jeder Wehe seinen Weg nach draußen – für die Gebärende kein leichtes Unterfangen, denn das Gewebe im Scheiden-Damm ist solch enorme Belastungen nicht gewohnt, wird stark gedehnt und reißt schnell ein. Eine leidige Begleiterscheinung einer Geburt sind daher oftmals Dammverletzungen und Dammrisse, die verschieden stark ausgeprägt sein können. Um solchen Dammverletzungen vorzubeugen, setzen viele schwangere Frauen auf eine sogenannte Dammmassage, die rund sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, beispielsweise im Rahmen einer Geburtsvorbereitung, beginnen sollte. Sie möchten mehr über die Dammmassage, die allgemeine Geburtsvorbereitung sowie das Verhindern von Dammverletzungen erfahren? Dann sollten Sie diesen Artikel hier auf Baby-plus-Familie.de auf jeden Fall zu Ende lesen…

Mit der traditionellen Geburtsvorbereitung optimal auf die Geburt vorbereitet sein…

Heutzutage werden für schwangere Frauen und ihre Partner immer wieder Geburtsvorbereitungskurse angeboten, die für die meisten besonders hilfreich sind. Vor allem Erstgebärende und Frauen, die sehr große Angst vor der bevorstehenden Geburt haben, nutzen die Möglichkeit solcher Kurse, lassen sich gut informieren und treffen auf Gleichgesinnte, mit denen sie ihre Erfahrungen austauschen können. Solche Kurse werden meist von qualifizierten Hebammen durchgeführt, die bereits viel Erfahrung im Bereich Geburt und Säuglingspflege haben. Sie informieren über die Geburt, geben Auskunft über verschiedene Entbindungs- und Atemtechniken, machen gemeinsam mit den schwangeren Frauen Bewegungsübungen zur Stärkung der Beckenbodenknochen und zeigen allerlei Massage-Griffe, die zur Entspannung der Frau beitragen sollen. Außerdem werden Tipps und Tricks zur Säuglingspflege gegeben und die Schwangere mental gestärkt, sodass die Geburt mit mehr Gelassenheit angegangen wird.

Ein Geburtsvorbereitungskurs bzw. die generelle Geburtsvorbereitung ist keine Pflicht für eine schwangere Frau, aber oftmals sehr hilfreich und informativ.

Natürlich wird auch über Risiken und Probleme bei einer Geburt gesprochen, die leider hin und wieder auftreten können. Heutzutage sind Ärzte und Hebammen jedoch gut geschult und Kreißsäle technisch so gut ausgerüstet, dass selbst Komplikationen während des Geburtsvorganges meist schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Ein häufiges Problem bei der Geburt sind Dammverletzungen, die zwar nicht lebensbedrohlich sind, aber für die Frau über einen längeren Zeitraum sehr schmerzhaft sein können. Eine gute Geburtsvorbereitung ist daher eine Dammmassage, die von der Schwangeren selbst oder ihrem Partner durchgeführt werden kann.

Geburtsvorbereitung mit der Dammmassage: Eine Dammmassage beugt Dammverletzungen vor!

Aufgerissene Schamlippen, überdehntes Gewebe und sogar Dammrisse sind manchmal eine schmerzhafte Begleiterscheinung einer Geburt. Ärzte unterscheiden drei Härtefälle dieser Verletzungen, die ganz unterschiedlich behandelt werden müssen: Sehr häufig kommt es bei der Frau zu Schleimhautverletzungen, die jedoch schnell wieder abheilen und nicht über einen längeren Zeitraum medizinisch beobachtet werden müssen. Ein Dammriss zweiten Grades ist bereits eine etwas schmerzhaftere Angelegenheit und muss nach der Geburt sofort genäht werden. Dabei werden Fäden verwendet, die sich nach einer gewissen Zeit von selbst auflösen. Besonders schmerzhaft und komplizierter sind Dammrisse bzw. Dammverletzungen dritten Grades. Nicht oft kommt es vor, dass der Damm der Gebärenden bis hin zum After-Schließmuskel reißt, sodass oftmals sofort nach der Geburt in einer Operation eine Rekonstruktion dieser Region durch den Arzt stattfinden muss.

Um solche Komplikationen zu vermeiden, muss der Darm noch während der Schwangerschaft besonders elastisch gehalten werden, weshalb immer wieder auf Dammmassagen hingewiesen wird. Diese bewirken, dass das Gewebe im Scheiden-Damm besser durchblutet und so weicher und dehnbarer wird. Zirka sechs Wochen vor der Geburt kann mit einer Dammmassage begonnen werden. Entweder legt die Frau selbst Hand an oder lässt sich von ihrem Partner massieren. Da es sich bei diesem Vorgang um eine sehr intime Angelegenheit handelt, wird sie von Hebammen und Ärzten nicht durchgeführt, sondern lediglich angeleitet. Man benötigt nur ein wenig mildes Öl, wie Olivenöl oder Mandelöl, um eine Dammmassage durchführen zu können. Fünf bis zehn Minuten täglich reichen völlig aus, um das Gewebe an die kommende Dehnung zu gewöhnen und den Beckenboden auf die Geburt vorzubereiten.

Zunächst werden die Hände gut gewaschen und anschließend mit Öl eingerieben. Die Daumenspitze wird nun langsam in die Scheide eingeführt, die restlichen Finger massieren nun kreisend den Dammbereich. Diese Prozedur sollte in den letzten Schwangerschaftswochen regelmäßig durchgeführt werden, denn die Gefahr von Dammverletzungen wird so reduziert und auch die Schmerzen sind etwas erträglicher.

 
 

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