Eineiige Zwillinge vs. Zweieiige Zwillinge: Es lebe der doppelte, aber feine Unterschied!

Eineiige Zwillinge und Zweieiige Zwillinge – Zwei unterschiedliche Arten der Zwillingsschwangerschaft bzw. Zwillingsgeburt unter der Lupe: Baby-plus-Familie.de informiert rund um den Unterschied zwischen eineiigen Zwillingen und zweieiigen Zwillingen!

Eineiige Zwillinge vs. Zweieiige Zwillinge: Es lebe der doppelte, aber feine Unterschied!

Mehrlingsgeburten sind heutzutage keine Seltenheit mehr – nicht zuletzt aufgrund der innovativen Medizin, in der künstliche Befruchtungen mittlerweile häufig angewendet werden und vermehrt zu Mehrlingsschwangerschaften führen. Zwillinge sind etwas ganz Besonderes und für jedes werdende Elternpaar eine große Herausforderung. Nicht nur die Schwangerschaft an sich ist spannender und anstrengender, sondern auch das doppelte Glück nach der Geburt.

Wie entstehen Zwillinge?

Wenn sich die Eizelle im Körper der Frau direkt nach der Befruchtung teilt, so entstehen eineiige (monozygote) Zwillinge. Die beiden Hälften der Eizelle haben identisches Erbgut, das heißt, beide Kinder sind absolut gleich, sehen sich später zum Verwechseln ähnlich, haben die gleiche Blutgruppe und dasselbe Geschlecht. Auch Muttermale und Gebiss sind bei eineiigen Zwillingen gleich und Außenstehende haben es meist nicht leicht, die beiden Kinder auseinanderzuhalten. Rund ein Drittel aller Zwillingsschwangerschaften machen eineiige Zwillinge aus.

Zwei Drittel der Zwillingskinder bzw. Zwillingsgeburten sind zweieiig, das bedeutet, sie stammen nicht aus einer Eizelle, sondern aus zwei verschiedenen und sind somit dizygot (zweieiig). Es kann nämlich auch vorkommen, dass gleich zwei Eizellen von je einer Samenzelle des Mannes befruchtet werden, die dann im Körper der Frau heranwachsen. Die Kinder teilen sich nicht eine Plazenta, sondern haben ihre eigene Fruchtblase, in der sie wachsen und gedeihen können. Zweieiige Zwillinge müssen nicht das gleiche Geschlecht haben und sich auch nicht unbedingt ähnlich sehen.

Eineiige Zwillinge versus zweieiige Zwillinge: Sind sich Zwillinge wirklich so ähnlich?

Ganz egal, ob eineiig oder zweieiig – immer wieder wird nachgesagt, dass Zwillinge ein extrem enges Band haben und in gewisser Weise voneinander abhängig sind. Im Kindesalter ist die Lebensentwicklung von Zwillingspärchen sehr gleich, wobei Umwelteinflüsse und der Erziehungsstil der Eltern maßgeblich zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen.

Eineiige Zwillinge sehen sich zum Verwechseln ähnlich und haben meist die gleichen Interessen, die sie miteinander teilen. Der Freundeskreis ist eher klein, denn diese Kinder setzen das größte Vertrauen in ihren Zwilling und sind somit sehr aufeinander fixiert, was bei gleichaltrigen Kindern oft zu Distanzhaltungen führt. Erst im Erwachsenenalter gehen Interessen und Wesenszüge von eineiigen Zwillingen auseinander und es wird eine eigenständige unabhängige Lebensführung angestrebt, wobei die Verbundenheit ein Leben lang bestehen bleibt.

Bei zweieiigen Zwillingen ist das Band nicht ganz so eng, wie bei eineiigen Zwillingen, dennoch größer, als bei gewöhnlichen Geschwistern. Sie müssen sich in keinster Weise ähnlich sehen, können ein anderes Geschlecht und entsprechend andere Interessen haben. Gewisse Wesenszüge und Charaktereigenschaften sind dennoch identisch und flachen während des gesamten Lebens nicht ab.

Zwillinge haben es im Leben nicht immer leicht. Schon im Kleinkindalter werden sie häufig verglichen, müssen sich unbewusst einander messen und können sich in ihrer Persönlichkeit nur verzögert entwickeln. Es ist daher sehr wichtig, dass Zwillinge ihre eigenen Freunde haben, individuell gefördert und als eigenständige Persönlichkeiten akzeptiert werden. Eine gewisse Abhängigkeit der Zwillingskinder wird dennoch immer vorhanden sein.

 
 

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